Exkursion zur Gedenkstätte Dachau als Abschluss des Antisemitismus-Projekts
Der Besuch der Gedenkstätte des ehemaligen Konzentrationslagers Dachau markierte am 18. Juni 2026 den bedeutsamen Abschluss und Höhepunkt des fächerübergreifenden Schulprojektes „Antisemitismus – Gemeinsam gegen Hass und Hetze“. Dieses Projekt wurde in der 8. Schulstufe durchgeführt und war in insgesamt vier thematische Module unterteilt.
Die Exkursionsgruppe, bestehend aus etwa 37 Schülerinnen und Schülern sowie drei Begleitlehrpersonen, nahm an einer 90-minütigen Führung über das Gelände teil. Diese wurde von speziell ausgebildeten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Josef Effner-Gymnasiums geleitet. Während des Rundgangs erhielten die Jugendlichen eine fundierte und tiefere Einsicht in die Geschichte des Lagers und die spezifischen Geschehnisse vor Ort. Im Anschluss an die Führung stand ca. 1 weitere Stunde zur Verfügung, um die verschiedenen Einrichtungen der Gedenkstätte individuell oder in Kleingruppen zu erkunden. Dazu gehörten der Besuch der umfassenden Dauerausstellung, die Besichtigung des ehemaligen Lagergefängnisses (Bunker) sowie die Teilnahme an einer Filmvorführung, die das Leiden der Inhaftierten und die Befreiung des Lagers dokumentierte.
Die Auseinandersetzung mit der Vergangenheit im Rahmen der Exkursion – ergänzt durch die Vor- und Nachbereitung im Geschichteunterricht bzw. während des Projekts – half den Jugendlichen dabei, die enorme Bedeutung von Erinnerung und Aufklärung für die Gegenwart zu verstehen. In den Gesprächen vor Ort wurde deutlich, dass die physische Präsenz an einem Ort solcher Verbrechen einen tieferen Eindruck hinterlässt als die rein theoretische Beschäftigung im Klassenzimmer. Der Gedenkstättenbesuch in Dachau leistete einen wesentlichen Beitrag dazu, die Erinnerung an die Opfer lebendig zu halten. Den Schülerinnen und Schülern wurde verdeutlicht, dass das Wissen um die Vergangenheit eine notwendige Voraussetzung ist, um sicherzustellen, dass sich solche schrecklichen Ereignisse in der Zukunft nicht wiederholen. Die Exkursion war somit ein zentrales Element, um die Jugendlichen für die Gefahren von Hass und Hetze zu sensibilisieren und sie zu einem verantwortungsbewussten Handeln in einer demokratischen Gesellschaft zu ermutigen.